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Abbund
Das bearbeitete, auf dem Werkplatz zusammengestellte Bauholz z. B. eines Dachstuhles, Fachwerkes, bevor es an Ort und Stelle aufgerichtet wird.
Abnahme
1. Feststellung und Bestätigung des Erfolges einer Lieferung oder Fertigstellung einer Leistung ( auch eines Teiles der Leistung) in Bezug auf die verlangten Eigenschaften und Ihre Mangelfreiheit durch den Auftraggeber bzw. seinen Vertreter.
2. Feststellung und Bestätigung der Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften bei der Erstellung von Gebäuden oder genehmigungspflichtigen Anlagen durch die zuständige Behörde oder öffentlich bestellte Sachverständige.
Absanden
Abstreuen der Oberfläche mit feinem Sand als letzter Vorgang beim Verlegen von Gussasphalt.
Absteckung
Markierung von Ecken oder/und Achsen eines geplanten Bauwerkes auf dem Grundstück aufgrund erfolgter Einmessung.
Abwasser
Auf einem Grundstück anfallendes und abzuleitendes Niederschlags- und/oder Schmutzwasser.
Abwasserleitung
Innerhalb und außerhalb der Gebäude verlegte Leitungen zur Abführung des Abwassers bis zum Anschluss an den Abwasserkanal.
Atrium
Allseitig umschlossener Innenhof, bei sog. Atriumssiedlungen ergibt sich durch das Aneinanderfügen von Winkel- oder Gartenhofhäusern eine verdichtete Bebauung mit Innenhöfen.
Aufsteigende Feuchtigkeit
Durch Kapillarwirkung in den Bauteilen nach oben steigende Feuchtigkeit aus dem Erdreich oder durch Spritzwasser im Sockelbereich. Das Aufsteigen muss durch die Anordnung von Sperrschichten verhindert werden.
Außenanlagen
Die zu den Gesamtleistungen für ein Bauvorhaben gehörenden Einzelleistungen wie z. B. Ver- und Entsorgungsleitungen zwischen Bauwerk und Grundstücksgrenze, Einfriedungen, Wege, Hofflächen, Gartenanlage.
Banderder
Im Erdreich oder im Fundament eines Bauwerkes verlegte Ringleitung aus Bandstahl für den Blitzschutz und/oder Potenzialausgleich.
Baugrube
Der ausgehobene Bereich des Erdreichs für den Raum des unter Gelände zu errichtenden Bauwerks oder Bauteils einschließlich erforderlichem Arbeitsraum.
Baugrunduntersuchung
Untersuchung von Bodenproben des für die Gründung eines Gebäudes oder dgl. vorgesehenen Untergrundes auf Tragfähigkeit und chemische Zusammensetzung (z. B. aggressive Substanzen). Baugrunduntersuchungen werden von hierfür ausgebildeten Fachleuten vorgenommen.
Betondachstein
Maschinell hergestellter „Dachziegel“ aus Beton (Frankfurter Pfanne).
Bodenaustausch, Bodenersatz
Austausch eines meist nicht tragfähigen Bodens (z. B. Schluff) durch tragfähiges Material (z. B. Kies).
Bodenplatte
1. Auf das Erdreich aufgelegter Beton- oder Stahl betonboden.
2. Platte für einen Bodenbelag aus z. B. Naturstein, Keramik, Betonwerkstein, Asphalt
Brandwand
Wand, die die Verbreitung von Feuer auf benachbarte Gebäude oder andere Gebäudeteile verhindern soll. Sie muss in feuerbeständiger Ausführung erstellt werden und auch bei außermittiger Belastung und Stoßbeanspruchung standsicher sein, im Gegensatz zu u.U. nur feuerbeständig auszubildenden Wänden für Brandabschnittstrennungen in bestimmten Gebäuden. Gemauerte Brandwände mindestens 24 cm, Betonwände mindestens 20 cm dick sein.
Brettschichtholz, Brettverleimt
Durch Verleimung einzelner Bretter miteinander hergestellter Holzquerschnitt. Brettschichtholz kann in beliebigen Abmessungen und Formen hergestellt werden. Brettverleimt Holzbauteile (z. B. Balken, Träger) werden insbesondere bei Anforderungen an die Tragfähigkeit und Verwerfungsfreiheit verwendet.
Brüstungshöhe
Vorhandene oder nach Bauvorschrift erforderliche Höhen einer Umwehrung.
Dachdeckung, Dacheindeckung
Bedachung, d. h. Verkleidung einer Dachkonstruktion mit der Dachhaut. Weiche Bedachung z. B. aus Holzschindeln, Stroh, Rohr, Schilf, unbesandeter Pappe; harte Bedachung z. B. aus Dachziegeln, Betondachsteinen, Schiefer, Blechen, besandeter Pappe.
Dachflächenfenster
Fenster, das in einer Dachfläche eingebaut werden kann, lieferbar in unterschiedlichen Größen und passend für die verschiedenen Dacheindeckungen, meist als Schwingfenster.
Dachneigung
Schräglage einer Dachfläche, wird in Grad oder Prozent angegeben.
Dachziegel
Aus Ton oder tonigen Massen geformter und gebrannter Ziegel als schuppenartiger Dachdeckungsstoff für geeignete Dächer als Flachziegel (z. B. Biberschwanz), Hohlziegel (z. B. Mönch oder Nonne, Hohlpfanne, Krempziegel), Falzziegel (z. B. Römerpfanne,
Flachdachpfanne, Falzpfanne).
Dampfdicht
Eigenschaft eines Stoffes, der für Dampf (Wasserdampf) undurchlässig ist (z. B. Metallfolien, Glas, bestimmte Kunststoffe).
Dränage, Dränung
Entwässerung nasser Bodenschichten durch Anordnung von Leitungen und/oder Gräben im Erdreich, die das Wasser sammeln und in einen Abwasserkanal, einen Sickerschacht, einen Vorfluter oder dgl. abführen.
Der Zulauf des Wassers erfolgt über Sickerpackungen aus durchlässigem Material wie Kies, künstlichen Steinen mit großem Porengehalt oder dgl. Dränagen sind erforderlich, wenn z. B. bindige Böden Niederschlagswasser nicht in genügendem Maße aufnehmen können oder Wasser wasserführender Bodenschichten oder Hangwasser auf der Bergseite eines Gebäudes auf dieses einwirkt und es gefährdet.
Drempel
Über die oberste Geschossdecke hinausreichender Teil der Außenwand eines Gebäudes.
Druckfestigkeit
Größte Krafteinwirkung auf einen Körper, ohne dass er unter Druck zu Bruch geht. Die Druckfestigkeit wird als Belastung N/mm2 angegeben.
Drückendes Wasser
Wasser, das durch Bestreben des Anstiegs oder durch Stauung Druck auf ein Bauwerk oder Bauteil ausübt, z. B. Grundwasser, Schichtenwasser, drückendes Hangwasser. Abdichtung.
Edelputz
Fabrikmäßig hergestellte Putzmörtel aus bestimmten Bindemitteln und Zuschlagstoffen, deren Zusammensetzung einheitliche Qualität und einheitliches Aussehen garantiert.
Elektroinstallation
Bauleistung bestehend aus Verlegen, Montieren und Anschließen der Stark- und Schwachstromleitungen, Beleuchtungskörper und elektrischen Geräte und Anlagen.
Engobe, engobiert
Eingebrannter Überzug aus eingefärbter Tonschlämme auf z. B. Dachziegeln zur Farbgebung und Erzielung einer gleichmäßigen und dichten Oberfläche.
Falle
Verschlusskeil eines Schlosses, der in das Schließblech eingreift und durch den Drücker, beim Wechselschloss auch durch den Schlüssel bewegt wird.
Fenstertür
Verglaste Tür (z. B. Balkon-, Terrassentür), bestehend aus Rahmen und Flügel als Dreh-, Drehkipp-, Schiebe- bzw. Hebetür.
Festverglasung
In einer Öffnung oder einen Rahmen eingesetzte nicht zu öffnende Verglasung.
First
Waagerechte Oberkante einer geneigten Dachfläche oder waagerechte Schnittlinie zweier zusammen treffender Dachflächen.
Firsthöhe
Höhe des Firstes über Gelände. Baurechtlich wird die Bezugshöhe (zumeist Straßenhöhe) in den Bebauungsplänen oder Bauvorschriften festgelegt.
Firstpfette
Mittig unter dem First liegende Pfette.
Foamglas
Fabrikatbezeichnung eines Dämmstoffes aus Schaumglas.
Fußbodenheizung
Unter dem Bodenbelag im Fußboden verlegte Elektro- oder Warmwasserheizung. Die Installation erfolgt durch Einbetten einzelner Heizkabel, gitterförmiger Heizmatten bzw. schlangenförmig verlegter Stahl-, Kupfer- oder Kunststoffrohre im Estrich, Unterbeton oder einer mineralischen Schüttung.
Fußpfette, Fußschwelle
Am Dachfuß eines Pfettendachs zur Auflagerung der Sparren angeordneter Längsbalken.
Gasbeton
In Betonwerken durch vergasende Treibmittel hergestellter und zu großformatigen Wandbausteinen, Wand- oder Deckenplatten geformter und gehärter, porenreicher Leichtbeton mit tragenden und wärmedämmenden Eigenschaften. (Fabrikatnamen: Ytong,
Hebel-Gasbeton)
Gaube, Gaupe
Dachaufbau eines geneigten Daches für die Anordnung eines stehenden Fensters. Je nach Neigung, Form oder Dachdeckung des Daches als Schleppgaupe, stehende Gaupe (Giebelgaupe, Walmgaupe), Fledermausgaupe.
Geländehöhe
Höhenangabe bezogen auf NN (Normalnull) als mittlere Höhenlage eines Grundstückes oder bestimmter Punkte auf dem Grundstück.
Gipskartonplatte
Beiderseitig mit Karton kaschierte Gipsplatte in den Stärken 9,5 - 25 mm. Verwendung als Trockenputzplatte, für abgehängte Decken, Wand- oder Deckenverkleidungen, Feuerschutzummantelungen usw.
Gründung
Anordnung von Fundamenten oder anderen Bauteilen (z. B. Pfählen) zur Abtragung der Lasten eines Bauwerks in den Untergrund.
Hausanschluss
Anschluss der Installationen (Elektrizität, Gas, Wasser, Abwasser, Fernheizung, Telefon) eines Gebäudes an die Ver- und Entsorgungsleitungen des öffentlichen Netzes.
Hinterfüllung
Auffüllen des Arbeitsraumes nach Fertigstellung der im Erdreich errichteten Bauteile.
Hinterlüftung
Anordnung eines belüfteten Hohlraumes zwischen einer Fassadenverkleidung und einer wärmegedämmten Wandkonstruktion zur Vermeidung von Tauwasser.
Hohlkehle
Konkave Profilierung in Holz, Stein oder Beton.
Isolierung
1. Sicherung gegen den Austritt elektrischer Energie aus dem leitenden Medium.
2. Unrichtige Bezeichnung für Abdichtung oder Dämmung.
Kältebrücke
Verstärkter Wärmeabfluss mit der Gefahr von Kondenswasserbildung an Bauteilen mit höherer Wärmeleitfähigkeit als der sie umgebenden Bauteile, z. B. Beton- oder Stahlbauteile innerhalb einer Mauerwerkswand oder über die Außenwand auskragende Betondecken, sofern sie mit keiner oder ungenügender Wärmedämmung versehen sind.
Kehlbalkendach
Großes Sparrendach (Sparrenlänge > 4,50 m) mit einer waagerechten Aussteifung der Sparren durch einen Kehlbalken. Die Kehlbalken dienen beim ausgebauten Dach gleichzeitig als Tragbalken des obersten Dachraumes.
Kniestock
Drempel
Konterlattung
Zu einer unteren Lattung senkrecht verlaufende zweite Lattung.
Konvektor
Heizkörper, bestehend aus einer Vielzahl von Lamellen (dünne Metallscheiben), die auf ein Kernrohr aufgezogen sind. Konvektoren geben ihre Wärme vorwiegend durch Konvektion (Luftumwälzung) ab, deshalb erfolgt der Einbau in einem Luftschacht, der durch einen Bodenkanal mit Abdeckrost oder die Verkleidung einer Heizkörpernische unter der Fensterbank gebildet werden kann.
Laminatboden
Je nach Qualität sehr abriebfester, gegen Haushaltschemikalien unempfindlicher, jedoch feuchteempfindlicher Fußboden aus Trägerplatten (Holzfaser, Holz feinspan), die direkt mit einer Schutz- und Dekorschicht (Holzreproduktion o. Ä.) aus Melaminharz oder mit einer HPL- Schichtstoffplatte beschichtet sind.
Massivbauweise
Bauweise aus Beton, Natur- oder künstlichen Steinen, bei der die senkrechte Tragkonstruktion vornehmlich aus Wänden besteht.
Maßtoleranz
Die nach DIN zulässige Abweichung der fertigen von den vorgeschriebenen (geplanten) Maßen. Sie ist für die einzelnen Ausführungsarten (Mauerwerk, Beton-, Stahl-, Holzbau) unterschiedlich und bezieht sich auch auf die Einhaltung der Ebenflächigkeit z. B. einer Decke.
Maueranker
Im Mauerwerk eingesetzter Anker zur Befestigung bzw. Verankerung von Bau- oder Konstruktionsteilen.
Mauerwerk
Der aus natürlichen oder künstlichen Steinen mit oder ohne Mörtel zusammengefügte Mauerkörper (Wand, Stütze, Pfeiler usw.).
Metallständerwand
Leichte Trennwand aus einem Metallprofilgerüst, das mit Gipskarton- oder Gips-/Holzfaserplatten beidseitig beplankt wird, ggf. mit dazwischenliegender Dämmung.
Meterriss
Markierung der jeweiligen Bezugshöhe (z. B. 1 Meter über Fertigfußboden) in den einzelnen Räumen eines Geschosses während der Bauzeit für die höhengerechte Ausführung der einzelnen Arbeiten.
Mezzanin
Halb- oder Zwischengeschoss.
Mineralwolle
Loser oder auf einer Trägerbahn aufgesteppter Dämmstoff aus Mineralfaser.
Mischsystem
Entwässerungssystem mit Abführung des Schmutz- und Regenwassers in gemeinsamer Leitung bzw. Kanal.
Mutterboden
Oberste, humushaltige Bodenschicht, die vor Beginn der Bauarbeiten abgetragen und für die spätere Wiederverwendung getrennt vom übrigen Aushub material gelagert wird.
Nichtdrückendes Wasser
Im Gegensatz zu drückendem Wasser, das auf ein Bauwerk einwirkende Wasser durch aufsteigende oder seitliche Feuchtigkeit, Sickerwasser oder Oberflächenwasser. Abdichtung, Feuchtigkeit, Sperrschicht.
Niedrigenergiehaus
Gebäude mit einem jährlichen Energieverbrauch von unter 50 kWh/m².
Ortgang
Giebelseitiger Rand eines geneigten Daches.
Passivhaus
Niedrigenergiehaus mit einem jährlichen Energieverbrauch von unter 15 kWh/m².
Pergola
Anordnung von Stützen und Balken mit aufgelegten Kanthölzern, Lamellen oder dgl. als offene, raumbildende Begrenzung von Terrassen, Wegen oder Freiflächen.
Perimeterdämmung
Außenliegende Wärmedämmung aus Polystyrol Hartschaum auf Stahlbetonkellerwände im Bereich der Erdanschüttung. Sie wird dicht gestoßen vollflächig aufgeklebt, ein zusätzlicher Schutz gegen Erd feuchtigkeit ist nicht erforderlich.
Perlit
Perlartiges vulkanisches Glas als Zuschlagstoff für z. B. Wärmedämmputze, Leichtbeton.
Pfette
Der die Sparren eines Pfettendaches tragende Längsbalken als First-, Mittel- u. Fußpfette.
Pfettendach
Dachgerüst bei dem die Sparren auf Pfetten aufliegen, die ihrerseits durch Mauern, Pfosten oder Streben unterstützt werden. Zur Längsaussteifung werden Kopfbänder angeordnet, bei größeren Dächern müssen die Pfosten in Querrichtung des Daches durch Windstreben ausgestellt werden. Das Pfettendach ist im Gegensatz zum Sparrendach für flache Dachneigungen geeignet, auch bei unregelmäßigen Grundrissen verwendbar, sein Dachraum ist jedoch durch das Traggerüst der Pfetten teilweise eingeschränkt.
Potenzialausgleich
Das Beseitigen von Potenzialunterschieden z. B. zwischen dem Schutzleiter der Starkstromanlage und Gas-, Wasser- und Heizungsrohrleitungen sowie zwischen diesen Rohrleitungen untereinander.
Proctordichte
Die durch Verdichtung von Auffüllungen oder dgl. herbeigeführte Dichte des Bodens als Verhältnis einer im Proctor-Versuch als Norm festgelegten und mit dem Prozentwert 100 bewerteten Dichte eines Bodens.
Pultdach
Form eines geneigten Daches mit nur einer, sich auf die Gebäudetiefe erstreckenden Dachfläche.
Putz
Mörtelschicht auf einer Wand-/Deckenoberfläche oder dgl., je nach Bindemittel als z. B. Kalk-, Kalkzement-, Zement-, Gips-, Kunstharzputz. Als Innenputz in der Regel 1-lagig, als Außenputz 2- bis 3-lagig (Spritzwurf Unterputz, Oberputz). Das Aufbringen erfolgt als Anwurf mit Besen oder Kelle oder mit einem Spritzputzgerät, die Oberflächen werden gerieben, geglättet, geschliffen oder durch Einreiben von Rillen mittels gekörntem Material, Aufkratzen, Kämmen oder dgl. aufgeraut.
Radiator
Heizkörper einer Zentralheizung, zusammengesetzt aus einzelnen Gliedern oder Röhrenelementen, die vom Wärmeträger (z. B. Warmwasser, Dampf) durchströmt werden und die vorwiegend Wärme durch Strahlung und z. T. Konvektion abgeben.
Rähm
1. Über den Stützen durchlaufender Tragbalken beim Holzskelettbau.
2. Längslaufendes Kantholz zur Längsaussteifung eines Sparrendaches, Anordnung an First, Dachfuß und/oder unter den Kehlbalken.
Regenfallrohr
Senkrechtes Rohr aus Blech oder Kunststoff zum Ableiten des Niederschlagswassers von Dächern, Balkonen oder dgl..
Ringanker, Ringbalken
Über äußeren Mauerwerkswänden und deren Öffnungen umlaufend angeordneter Stahlbetonbalken zur Aufnahme von Horizontalkräften (Schub), sofern nicht eine Deckenplatte in dieser Ebene eine Aussteifung übernehmen kann.
Rollschicht
Schicht aus Mauersteinen mit Verlegung der Steine auf der längeren Schmalseite.
Rückschlagklappe
Selbsttätig wirkende Absperrklappe, die nur eine Fließrichtung innerhalb einer Rohrleitung zulässt.
Sandfang
Herausnehmbarer Einsatz in einem Hofablauf (zumeist in Form eines im oberen Bereich geschlitzten Eimers), in dem sich mit dem Oberflächenwasser eingespülter Sand absetzt und zurückgehalten wird.
Sanitärinstallation
Bauleistung bestehend aus Verlegen, Montieren und Anschließen von Gas- und Wasserleitungen, der zugehörigen zentralen Einrichtungen, Geräte und Gegenstände.
Schalldämmung
Maßnahme zur Herabsetzung des Schalldruckpegels beim Durchgang des Schalls durch Bauteile zwischen dem Ort der Schallerzeugung und anderen Räumen. Trittschalldämmung
Schallschutzglas
Isolierglas mit unterschiedlich starken Glasscheiben und einem Gas/Luft-Gemisch oder Gießharz im Zwischenraum.
Schalung
1. Flächige oder räumliche Anordnung von z. B. Holztafeln (Schaltafeln) Brettern, Stahlblech, Kunststoffelementen zur Formgebung und Abstützung von Betonbauteilen bis zur Erhärtung des Betons. Die Schalungsfläche selbst wird durch ein Schalungsgerüst getragen.
2. Wand- oder Deckenverkleidung aus Brettern.
3. Unterlage für Dachdeckungen (z. B. Schiefer, Blech, Dachpappe) aus Brettern.
Schnurgerüst
Auf der Baustelle im Bereich der späteren Gebäudeecken aufgestellte Gerüste, über die mittels Schnüren oder Drähten das fluchtgerechte Anlegen von Wänden, Stützen, Achsen und dgl. erfolgt.
Setzriss
Rissbildung in Bauteilen durch unterschiedliche Setzung.
Sicherheitsglas
Beim Bruch splitterfreies Glas zur Vermeidung von Schnittverletzungen. Einscheiben- Sicherheitsglas, Verbund-Sicherheitsglas.
Sichtbeton
Beton, der ohne weitere Behandlung (z. B. Verputz, Verkleidung) sichtbar bleibt mit der Forderung nach möglichst porenloser, gleichgetönter, absatzfreier Oberfläche, wobei die Struktur (z. B. glatt, rau, profiliert) durch die Wahl der Schalung festgelegt ist.
Sichtmauerwerk
Mauerwerk, das unverputzt bleibt und aus maßgenauen, unbeschädigten Mauersteinen in
einwandfreiem Verband mit regelmäßigen Fugenbreiten herzustellen und nachträglich auszufugen ist.
Silikatfarbe
Anstrichstoff mit Kaliwasserglas als Bindemittel für z. B. wetterfeste Außenanstriche.
Sims
Gesims
Sparrendach
Dachgerüst für Dachneigungen über 35°, bei dem zwei sich gegenüberliegende am Dachfuß befestigte Sparren am First gegenseitig abstützen. Die Längsaussteifung erfolgt durch Windrispen.
Spindeltreppe
Wendeltreppe, bei der die einzelnen Stufen an einer in der Mitte stehenden Spindel befestigt sind.
Stahlbeton
Beton mit Stahleinlagen aus Stäben, Matten, Körben zur Aufnahme von Biegezugspannungen.
Steigleitung, Steigstrang
Senkrechte, vom Hausanschlussraum bzw. Verteiler in die Geschosse führende Versorgungsleitungen der Elektro-, Sanitär- oder Heizungsanlage.
Tafelbauweise
Bauweise mit vorgefertigten tafelförmigen Wänden und Decken aus Holz oder Beton als Raumabschluss und Traggerüst.
Teerpappe
Mit Teer getränkte Rohfilzpappe. Bitumenpappe.
Terrazzo
Nach dem Erhärten geschliffener Zementestrich mit Natursteinsplittern (z. B. Marmor, Travertin) als Zuschlagstoff, auch in Platten als Kunststein.
Thermostatbatterie
Mischbatterie, bei der die vorgewählte Temperatur des auslaufenden Wassers durch einen eingebauten Thermostat geregelt wird.
Thermostatventil
Regulierventil, das durch einen eingebauten Thermostat selbsttätig in Abhängigkeit zur Raumtemperatur arbeitet und eine über das vorgewählte Temperaturniveau hinausgehende Wärmeabgabe vermeidet.
Tiefspülklosett
Wasserklosett, bei dem die Fäkalien im Gegensatz zum Flachspülklosett direkt in das Wasser des Geruchverschlusses fallen.
Traufblech
Einlaufblech
Traufbohle
Auf den Sparren befestigte Bohle oder Brett zur Auflagerung der untersten Dachziegelreihe und ggf. zur Befestigung des Einlaufbleches.
Traufe
Das untere, waagerechte Ende einer geneigten Dachfläche.
Traufhöhe
Das Höhenmaß von Oberkante Gelände bis zur Traufe.
Trennsystem
Entwässerungssystem mit Abführung des Schmutz- und Regenwassers in jeweils getrennten Leitungen bzw. Kanälen.
Treppenauge
Der von den Treppenläufen und Podesten umschlossene freie Raum.
Treppenlauf
Stufenfolge einer Treppe zwischen zwei Podesten bzw. von der untersten bis zur obersten Stufe.
Trittschall
Schall, der durch Begehen des Fußbodens oder ähnlicher Anregungen als Körperschall in der Decke entsteht und teilweise als Luftschall in darunter liegende Räume abgestrahlt wird.
Trittschalldämmung
Maßnahme zur Verminderung der Übertragung von Trittschall durch Anordnung von z. B, schwimmendem Estrich, weichfederndem Bodenbelag.
Trockenbau
Bauteile, die in Trockenbauweise hergestellt werden, z. B. Wand- und Deckenbekleidungen, Unterdecken, nichttragende Trennwände.
Trockenestrich
Estrichbelag aus miteinander verklebten Gipskarton- und Gipsfaserplatten.
Türblatt
Der am Türrahmen oder dgl. angeschlagene bewegliche Teil einer Tür.
Überdeckung
1. Maß des Übereinandergreifens bzw. Überlappens von z. B. Dachziegeln, Brettern, Folien, Dichtungsbahnen.
2. Maß zwischen der Außenkante eines Stahlbetonbauteils und der Bewehrung.
Überlauf
Abflussöffnung unterhalb des oberen Randes von Waschbecken, Badewannen und dgl. zur Verhinderung des Überlaufens oder höchster Punkt einer Warm wasserheizung. (Ausdehnungsgefäß)
Umbauter Raum
Der von den Außenwänden, Grund- und Dachflächen umschlossene Rauminhalt eines Baukörpers. Die Berechnung erfolgt nach DIN.
Unterfangung
Unterstützung eines Bauwerks unterhalb seiner Gründungssohle beim Aushub tieferliegender angrenzender Baugruben.
Unterputzinstallation
Verlegung von Rohren oder Leitungen unterhalb der Wandoberfläche innerhalb des Putzes, im Mauerwerk oder im Beton.
Unterzug
Unter einer Tragebene angeordneter Balken oder Träger, der die Lasten auf die Auflager überträgt.
Verbundfenster
Fenster mit doppelter Verglasung durch Anordnung eines an dem tragenden Flügel angeschlagenen zweiten Flügels, der zu Putzzwecken geöffnet werden kann.
Verbundpflaster
Flächenbefestigung aus in Sand verlegten Betonsteinen, deren polygonale Form einen guten Verbund gewährleistet.
Verdichten, Verdichtung
1. Verkleinern des Hohlraumgefüges von geschüttetem Erdmaterial oder dgl. durch manuelles oder maschinelles flächiges Stampfen, Rütteln oder Einschlemmen zur Erzielung der notwendigen Trag- bzw. Standfestigkeit zur Vermeidung von Setzungen.
2. Verdrängen der in frisch eingebrachtem Beton enthaltenen Luft durch z. B. Stampfen, Rütteln (Rüttelflasche) des Betons zur Erzielung der erforderlichen Festigkeit und dichten Einbettung der Bewehrung.
Verkehrslast
Die auf ein Bauteil einwirkende bzw. zulässige Belastung (z. B. Personen, Fahrzeuge, Maschinen, Lagerstoffe, Schnee, Wind) außer der Belagslast und dem Eigengewicht des Bauteils.
VOB
Die für die Vergabe, Ausführung und Abrechnung vorgeschriebene Verdingungsordnung für Bauleistungen, sofern nicht abweichende Regelungen oder Vereinbarungen getroffen werden.
Wärmedämmung
Die Verminderung des Wärmedurchgangs durch Bauteile durch Anordnung von z. B. Dämmstoffen oder Baustoffen niedriger Wärmeleitfähigkeit.
Wärmeleitzahl
Die Wärmemenge, die in einer Stunde durch 1 m² einer 1 m dicken Schicht eines Stoffes bei einer Temperaturdifferenz der beiden Oberflächen von 1° von der warmen zur kalten Seite abfließt.
Walmdach
Dachform eines geneigten Daches mit abgeschrägten, als Dachfläche ausgebildeten Giebelseiten.
Waschbeton
Beton, an dessen Oberfläche vor dem Erhärten Zement und feinere Zuschlagstoffe mittels Bürste und Wasser ausgewaschen werden, wodurch sich eine kieselartige Struktur der Oberfläche einstellt.
Wendeltreppe
Gewendelte Treppe mit kreisförmigen Grundriss als Spindeltreppe oder mit Auskragung der keilförmigen Treppenstufen aus der Umfassungswand.
Wetterschenkel
Oberseitig abgeschrägtes, unterseitig mit einer Wassernase versehenes Holzprofil, das zum Abtropfen des Regenwassers am unteren Rand eines Fensterflügels oder einer Außentür angeordnet bzw. durch Verbreiterung des Fensterholzes hergestellt wird.
Windrispe, Windrute
Beim Sparrendach auf den Sparren angebrachte, schrägverlaufende bohlenartige Bretter zur Windaussteifung.
Zählertafel
Grundplatte aus Kunststoff für die Montage des Elektrozählers und der Sicherungselemente der einzelnen Stromkreise. Unterbringung zumeist in Zählerschränken bzw. der Verteilung einer Elektroanlage.
Zange
Zweiteiliges Trägerelement einer Holzkonstruktion (Dachstuhl, Holzskelettbau) in Form eines beidseitig an den Sparren oder Stützen angebrachten Balken- oder Bohlenpaares.